Nachdichtung der Heimat mit den Füßen...

..darin besteht die Absicht, keineswegs aber in Freizeitgestaltung oder Wandersport. In der Regel brechen wir zeitig auf und kommen spät erst zurück, denn wir wollen durchaus auf dem Wege sein oder aber auch über den Acker stolpern, bis uns die Sinne aufgehen für das offenbare Geheimnis.

 Unbeirrt durch Sonnenwenden und Jahreswechsel ziehen wir unseres Weges mit immer gern wiedergesehenen Mitläufern doch ohne jede Mitgliedschaft oder sonstige Zwänge, kaum mit einem festen Kern. Keine der vierzehntägigen Wanderungen wurde bisher abgesagt oder abgebrochen. Draußen wurde uns nichts langweilig oder lästig. Auch oder gerade ohne zeitnahe Vorexkursionen oder auktoriale Verantwortung fügte sich alles zum Besten. Verführerische Hinweise werden sofort aufgegriffen. So soll es fortan bleiben. 

 Der Ausgang der angezettelten Streifereien bleibt damit metaphorisch für alles was uns wiederfährt. Wir wenden uns der Heimat zu, treten ihren Boden mit den Füßen und bemerken uns von ihr gesegnet. 

 Wer kennt den Teufelsstein in Sitzenroda, die Schleusenruine von Wüsteneutzsch, das wüste Schloß Osterland, das Trinkerstübchen von Strehla oder das Brausebachtal? Vor allem aber, wie kommt man dahin und nach einer Tagesreise wieder zurück ohne eigenes Fahrzeug? Ganz zu schweigen von gastlichen Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand. Das wird spannend bleiben. Warum denn im Atlasgebirge zelten, wenn man im Gasthaus Föhlich in Ochsensaal einkehren kann und damit im Wortsinne zugleich Wirtschaftsfördernd wirkt. Wie Humboldt, Schnitzer-Pascha oder Stanley leuchtet uns längst wieder das Ungesuchte im finstersten Europa. Wohlan.